Töpfe und Pfannen
Genau wie Messer benötigst Du in Deiner Küche nicht unzählige Töpfe oder Pfannen.
In meiner Küche nutze ich mittlerweile zwar fast ausschließlich den Multicooker und Airfryer, habe aber auch Pfannen und Töpfe.
1 große Pfanne mit 28 cm, 1 Pfanne mit 24 cm,
1 Kochtopf mit 4,5 Litern (für meine Brühen) und 1 Topf mit 1,6 Litern, den ich für Soßen nutze.
Was ist mir an Töpfen wichtig?
- Sie sind schwer, aber nicht so schwer, dass man sie nicht heben kann.
- Sie haben hitzebeständige, nicht erhitzende Griffe.
- Sie haben einen dicken, wärmeleitenden Boden.
Klingt teuer? Waren sie nicht. Insbesondere weil ich sie bereits seit über 6 Jahren habe und man ihnen das kaum ansieht.
Preislich lagen diese Töpfe und Pfannen damals bei etwa 20 bis 35 € pro Stück.
Es ist nicht notwendig, sofort Deine Pfannen und Töpfe zu entsorgen oder direkt neue zu kaufen. Fang mit einem Topf oder einer Pfanne an und entscheide dann, ob Du nach und nach weiteres ergänzen möchtest.
Im Handel werden oft günstige Töpfe und Pfannensets angeboten. Sie wirken auf den ersten Blick attraktiv, weil man viele Teile für wenig Geld bekommt. Häufig speichern sie Wärme schlechter, verteilen die Hitze nicht so gleichmäßig und halten oft nicht so lange wie hochwertigere Modelle.
Schwere Böden bedeuten, dass der Topf oder die Pfanne komplett auf dem Herd aufliegt und die Hitze sich gleichmäßig verteilt. Außerdem speichern sie die Hitze besser, sodass Du auch weniger Energie benötigst.
Material
Töpfe gibt es in vielen Materialien und Größen.
Für welches Material und welche Größe Du Dich entscheidest, hängt auch davon ab, was Du kochst und worauf: Gas, Elektro, Ceran oder Induktion.
Besonders bei Gas- und Induktionsherden musst Du darauf achten, ob der Topf dafür auch geeignet ist.
- Edelstahl: robust, pflegeleicht, langlebig. Achte auf einen schweren Boden und Griffe, die hitzebeständig sind und auch Ofen geeignet sind.
- Aluminium: kostengünstig, nicht langlebig.. Beim Kochen werden sie schnell heiß und verziehen sich leider schnell. Gut für Gas geeignet. Induktion eher selten.
- Gusseisen: nicht günstig, aber sehr langlebig. Speichert die Wärme sehr gut und ist ideal für Schmorgerichte und kann auch im Ofen genutzt werden.
- Kupfer: sehr teuer, sehr pflegeaufwendig, hat super Kocheigenschaften, weil sie Wärme super leiten.
- Und zu guter Letzt, Emaille. Die Töpfe von immer, von der Omi oder Mama. Sind sehr robust, sehr langlebig und super zum Kochen.
Pfannen
Kommen wir zu den Pfannen.
Ich habe - bevor ich mich für Multicooker und Airfryer entschieden habe - 2 Pfannen in meiner Küche genutzt.
- 28 cm, beschichtet, schwer, hoher Rand, mit hitzebeständigen Griff
- 24 cm, beschichtet mit hohem Rand, etwas weniger schwer, hitzbeständiger Griff
Mit diesen Pfannen habe ich nicht nur gebraten, sondern auch geschmort, wie z.B. mein Same Food, Rührei mit Porree und Saaten.
Beide Pfannen zeichnen sich durch eine gleichmäßige Hitze aus und diese bleibt auch länger erhalten, was z.B. beim Anrühren von Soßen bewährt hat.
Warum habe ich mich für diese Pfannen entschieden?
Zum einen lagen sie gut in der Hand - darum solltest Du vor dem Kauf die Pfanne vorher in die Hand genommen haben - die Griffe sind hitzebeständig und fühlten sich gut in meiner Hand an. Sie haben einen Sandwichboden, sind beschichtet, was mir besonders wichtig war, und die große Pfanne verfügt über einen hohen Rand.
Zudem sind sie spülmaschinengeeignet.
Als Tipp empfehle ich Dir, Dir vorher zu überlegen, was Du mit den Pfannen machen möchtest und welche Kriterien Dir wichtig sind.
Preislich lagen beide Pfannen zwischen 28€ und 39€.
Eigenschaften
Gusseisenpfannen:
- schwer, sehr langlebig, gehören zu höherpreisigen Pfannen. Sie sind komplett aus Gusseisen und benötigen eine besondere Pflege. (Keine Spülmaschine, nur handspülen) Sie brauchen länger um heiß zu werden, speichern diese Hitze dann aber lange.
Sie sind ideal um scharf anzubraten, Röstaromen zu erzeugen. Ideal ebenfalls für Schmorgerichte, bei hohem Rand
Kupferpfannen:
- die hochwertigsten und auch teuersten Pfannen. Ebenfalls sind sehr pflegeintensiv. Dafür zeichnen sie sich durch die besten Hitzeeigenschaften aus. sie werden sofort heiß, regulieren sofort niedrigere Temperaturen. Sie eignen sich für empfindliche Gerichte, wie Fisch, dünnes Fleisch oder Soßen mit Butter und Ei, wie Hollandaise.
Edelstahlpfannen:
- mittelschwer bis schwer – je nach Qualität – mit mehrschichtigem Sandwichboden für eine gleichmäßige Hitzeverteilung. Sie werden schnell heiß und speichern die Wärme lange. Edelstahlpfannen sind ideal zum scharfen Anbraten.
Damit nichts anhaftet, ist wichtig: Das Bratgut zunächst in Ruhe liegen lassen, bis sich eine Kruste gebildet hat. Erst dann wenden. In dieser Phase läuft die sogenannte Maillard-Reaktion ab – dabei karamellisieren Eiweiße und Zucker an der Oberfläche, es entstehen Röstaromen und die Kruste löst sich von selbst vom Pfannenboden.
Beschichtete Pfannen:
- leicht bis mittelschwer. Sind die bekanntesten Pfannen und finden sich in allen Preisklassen.
Die günstigen Pfannen bestehen meist aus Aluminium und sind hauchdünn beschichtet, sind dafür aber weniger langlebig.
Bessere Pfannen zeichnen sich durch höheres Gewicht, fest geschweißte Griffe oder Wechselgriffe für mehrere Pfannen/ Töpfe. Sie haben einen einen Sandwichboden (mehrere Schichten aus Edelstahl, Alumnium, Teflon als Beschichtung)
Sie sind ideal für schnelles, heißes Braten, schmoren, Eigerichte. Durch die Beschichtung haftet nichts an und sie sind einfach zum sauber halten.
Wichtig: keine metallischen Kochlöffel/ Pfannenwender verwenden um die Beschichtung nicht zu schädigen
Grillpfannen.
- bestehen meist aus Gusseisen, es gibt aber auch günstigere Modelle aus Aluminium mit Edelstahl und Antihaftbeschichtung. Diese sind zumeist leichter, dafür aber weniger langlebig.
Gusseiserne Pfanne sind schwer, robust und haben zumeist einen Holzgriff.
Grillpfannen brauchen länger um heiß zu werden, speichern aber Hitze sehr lange und werden ziemlich heiß. Ihre Rillen sorgen für das typische "Grillmuster" aber auch dafür dass das Bratgut, wie Fleisch/ Fisch/ Gemüse oder Tofu/Seitan, außen kross wird.
Wok
- Im Gegensatz zu den "echten" Woks mit halbrunden Boden, erhältst Du im Handel einen Wok mit flachen Boden, damit Du diesen auf dem Herd nutzen kannst.
Woks bestehen zumeist aus Gusseisen, aber auch aus Edelstahl oder beschichtet.
Sie sind nicht zu schwer, damit Du das Bratgut darin schwenken kannst, um alle Zutaten gut zu vermischen.
Sie werden recht schnell heiß und haben verschiedene Bratzonen: Boden, heiß, zum anbraten, Seitenwände für langsameres Garen oder warmhalten.
Achte beim Kauf auf die Symbole, die sich zumeist auf dem Boden der Pfanne befinden, damit Du sicher sein kannst, dass sie für Deinen Herd (z.B. Ceran, Gas, Induktion) und ggf. auch für den Backofen geeignet ist.
Für welche Größe Du Dich letztendlich entscheidest, hängt davon ab, was und wie viel Du darin braten willst. In der Regel reicht eine 28 cm und 24 cm große Pfanne aus.